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Winograd-Bericht: Libanesen stellen Hisbollah in Frage

Die rigorosen Ergebnisse des Winograd-Komitees bezüglich der Darbietung der israelischen Regierung im Zweiten Libanonkrieg lassen bei vielen Menschen im Libanon Neid aufkommen. Mehrere Autoren und Wortführer haben Artikel veröffentlicht, die dazu aufrufen, die israelische Methode der öffentlichen Abrechnung zu übernehmen und dadurch den Libanon aus der politischen Sackgasse herauszuführen...

Nachrichtenartikel von Yoav Stern, Ha’aretz, 06.05.2007
Übersetzung von Daniela Marcus


Viele kritisieren die Aktionenen der Hisbollah und die Tatsache, dass der libanesische Staat die Terrororganisation ohne angemessene Bezahlung für deren Entscheidung, am 12. Juli 2006 zwei israelische Soldaten zu entführen, davon kommen ließ. Denn dieser Angriff der Hisbollah hatte Israel veranlasst, in den Krieg zu ziehen.

Der zur libanesischen Opposition gehörende und links gerichtete Politiker Elias Atallah äußerte die Meinung vieler als er in seinem vernichtenden Kommentar in der Tageszeitung „Al-Awsat“ fragte: „Wo ist das libanesische Winograd-Komitee?“

„Ich beneidete den Feind um dessen Fähigkeit, seine Staatsführer mit deren Fehlern zu konfrontieren. Sie wechseln Regierungen als ob sie Frisuren ändern, das heißt: ohne der Öffentlichkeit Schaden zuzufügen. Im Gegensatz dazu sind unsere Herrscher keiner Rechenschaft verpflichtet.“

Damit er nicht als pro-zionistisch betrachtet wird –etwas, das im Libanon zur Todesstrafe führen kann-, betonte Atallah in seinem Artikel, dass er Israel als Libanons bitteren Feind betrachte. „Nichtsdestotrotz erkenne ich an, dass in Israel die Regierung der Öffentlichkeit Rede und Antwort stehen muss. Und so lernt man dort seine Lektion und man lernt aus der Erfahrung“, schrieb er.

Edmond Saab, ein weiterer prominenter libanesischer Journalist und Chefredakteur von „An-Nahar“ rief zu einer Staatsuntersuchung von Hisbollahs Verantwortlichkeit für den Krieg und für die Zerstörung, die dieser im Libanon verursacht hat, auf. „Eine militärische und rechtliche Untersuchung ist eine angemessene Maßnahme. Wir müssen untersuchen, ob die Hisbollah einer Fehlkalkulation der israelischen Vergeltung unterlag.“

Saab bezeichnete das Fehlen einer öffentlichen Untersuchung im Libanon nach dem Krieg als Ursache für das Chaos, in dem das Land während der letzten Monate versunken ist. „Hätten wir unser eigenes kleines Winograd-Komitee gehabt, hätte es dazu dienen können, den lang anhaltenden und langwierigen politischen Stillstand, den wir zwischen der Koalition und der Hisbollah beobachten, zu beenden“, schrieb er.

Category: Libanon
Posted 05/07/07 by: admin



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Comments

wrote:
Das sind erfreuliche Ergebnisse der Winograd-Kommission.
Mir faellt allerdings auf, dass nicht "nur" Entfuehrte, sondern auch getoetete Grenzsoldaten vor dem Ausbruch des Krieges produziert worden waren, nicht von Israel, sondern von den arab. Hisbollah oder Hamas, was ich ... wohl als dieselbe Organisation nur unter anderem Namen ansehen muss?
05/07/07 13:57:37

wrote:
auto parts
10/24/07 11:13:33

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