Die Villa Zissu in Berlin-Grunewald von 1929

Ein Refugium für Reiche wird Grunewald ganz nebenbei genannt, auch der Millionär Hermann Ullstein wird erwähnt, sein Verlag 1934 arisiert, 1939 rettet er sich vor den Nazis nach New York, wo er vier Jahre später stirbt. Der Verleger Samuel Fischer wird ebenso genannt, Alfred Kerr der berühmte Theaterkritiker soll fünfundzwanzig Jahre im „Parkwald“ gewohnt haben. Ganz nebenher fällt bei ihm der Ausdruck „Millionärskaff“. Auch Kerr flieht mit seiner Familie über die Schweiz und Frankreich nach England.

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Zwölf Monate – Zwölf Namen

Zum 50. Jubiläum der Olympischen Spiele in München wird 2022 ganzjährig an das Olympia-Attentat vom 5.-6. September 1972 erinnert. Jeden Monat steht dabei ein Opfer im Mittelpunkt des Gedenkens. Es sind verschiedene Interventionen im öffentlichen Raum geplant, von Installationen, die den ganzen Monat über zu sehen sein werden bis hin zu eintägigen Aktionen.

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Antisemitismus gegen Israel als „postnazistischer Antisemitismus“

Thomas Haury und Klaus Holz legen eine gemeinsame Monographie vor, welche die Besonderheiten und Konturen des genannten Phänomens herausarbeiten will. Dabei liefern die Autoren eine Fülle an Interpretationen, welche mal mehr, mal weniger zugestimmt werden kann. Gleichwohl lohnen die Reflexionen darüber.

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Aktion um das Jodl – Grab

Wolfram Kastner gibt nicht auf. Der Künstler hatte mit einer Aktion auf einen Skandal aufmerksam gemacht. Auf der Fraueninsel im Chiemsee wird mit einem Grabkreuz einem NS-Kriegsverbrecher erinnert. Kastner hatte das Grab Alfred Jodls mit blutroter Farbe markiert. Daraufhin wurde er zur Zahlung von Schadensersatz verklagt und zog vor das Bundesverfassungsgericht. Auch dort kassierte er eine Niederlage. 

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